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Stolze Geschichte

Stolze Geschichte

Nicht viele Städte in der Welt können sich einer tausendjährigen Geschichte rühmen, aber Omiš ist eine dieser Städte!

Seit der Antike, vor mehr als 2.000 Jahren, wurde die Mündung der Cetina dauerhaft besiedelt. Historiker gehen davon aus, dass der Vorläufer der heutigen Stadt Omiš eine kleine Ansiedlung Oneum war, die sich am Fuße des großen Berges nördlich oberhalb der Stadt - der Omišer Dinara - befand. 

Mit der Zeit begann die lokale Bevölkerung ihre Häuser immer näher am Meer zu bauen, wofür sie einen äußerst guten Grund hatten. Die Alten Omišer waren nämlich Piraten!

Das ganze zwölfte und dreizehnte Jahrhundert lang beherrschten die Piraten von Omiš die Meere von Split bis Dubrovnik. Alle Schiffe, die an dieser kleinen Stadt an der Mündung der Cetina vorbeifuhren, mussten eine Abgabe für freie Seefahrt zahlen, oder einen Kampf mit den erbarmungslosen Piraten riskieren, aus dem nur wenige als Sieger hervorgingen.

Die Omišer beherrschten demnach, unter der Führung der bekannten Fürsten Kačić, fast zwei Jahrhunderte lang einen großen Teil der Adria und griffen Handelsschiffe reicher Städte wie Split, Kotor, Dubrovnik und Venedig an. Sogar die päpstlichen Galeeren, die entlang der Adria zum weit entfernten Palästina fuhren, blieben nicht verschont.

Mit der Zeit wurden die Piraten so mächtig, dass Papst Honorius III im Jahr 1221 einen Kreuzzug gegen die Omišer anführte, den er aber verlor. Nicht ganz 60 Jahre danach wagten die Venezianer auf päpstliche Anordnung einen erneuten Kreuzzug gegen die Piraten von Cetina, diesmal mit etwas mehr Erfolg.

Dieser Kreuzzug stellte einen der seltenen, aber sehr schmerzhaften Verluste der Omišer in Seekämpfen dar. Die Fürsten Kačić flohen kurz nach dem verlorenen Kampf gegen die Venezianer aus der Stadt und ihre Regierung verlor wesentlich an Kraft. Obwohl sie auch weiterhin dem  Piratengeschäft nachgingen, suchten die Omišer vermehrt auch andere Einkommensquellen etwa in der Landwirtschaft oder der Fischerei.

Im fünfzehnten Jahrhundert erkannten die Omišer auch amtlich die Macht der Republik Venedig an. In diesem Zeitraum wurde die Stadt zum wichtigen administrativen und militärischen Stützpunkt und wurde zudem mit hohen Mauern umgrenzt.
Unter der Herrschaft der Republik Venedig erhält Omiš die charakteristischen Umrisse, die sie auch heute noch zieren. Da sich die Stadt innerhalb von hohen Mauern entwickelte, stand den Baumeistern nur wenig Platz für den Bau breiter Allen und prachtvoller Häuser zu Verfügung. Die Straßen der Stadt waren sehr eng, die zu zahlreichen Märkte führten, auf denen sich das Leben in früheren Zeiten abwickelte.

Mit der Zeit wurde die Stadt zu groß und war zu sehr besiedelt, um von so hohen Mauern umgeben zu sein. Kurz nach Untergang der Republik Venedig, Anfang des 19. Jahrhunderts, beschlossen die Omišer, die Wehranlage abzureißen. Das Tor an der östl. Seite der Stadt und der Turm sind Denkmäler, die an den steinernen Giganten, der sie jahrelang gegen Feinde schützte, erinnern.

Nach Untergang der Republik Venedig fällt Omiš Anfang des 19. Jahrhunderts unter die Herrschaft von Österreich, im Jahr 1807 wird sie gemeinsam mit ganz Dalmatien ein Teil von Napoleons Frankreich, um bereits im Jahr 1813 wieder in österreichische Macht oder Hand zu gelangen , unter der sie bis Ende des Ersten Weltkrieges im Jahre 1918 blieb.

Danach wird Omiš, wie der Großteil Kroatiens, ein Teil Jugoslawiens und schließt im Jahre 1991 ihre turbulente Geschichte als Teil der unabhängigen und souveränen Republik Kroatien ab.