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Poljica

Poljica

Wenn Sie sich Ihren Urlaub in Omiš vorstellen, fallen Ihnen mit Sicherheit als erstes Meer, Strand und Spaß am Strand ein. Unter die Stadt Grad fällt auch der Raum von Poljica – eine Dorfgruppe mit äußerst reicher Geschichte, die sich unterhalb des Berges Mosor erstreckt.

Durch ihre vom Meer entfernte Lage ist Poljica eine rurale Gegend, in der Sie sich von den stickigen Straßen und Stränden im Küstenbereich erholen können. Poljica ist heute eine Oase des Friedens, aber in der Geschichte wurden auf diesem Gebiet zahlreiche bedeutende Kämpfe geführt.

Ab dem dreizehnten Jahrhundert erstreckte sich auf dem Gebiet der heutigen Poljica die Republik Poljica, die bis heute wegen ihrer einzigartigen administrativen und gesellschaftlichen Regelung bekannt geblieben ist. Die Republik Poljica wurde vom Volk obwaltet, das jedes Jahr zum Feiertag des hl. Georg ihren Anführer – den großen Fürst von Poljica – durch Abstimmung wählte.

Eine der grundlegenden Rechtsakte, auf denen die Republik Poljica gründete, die Satzung von Poljica (Poljički statut) verschwand im 14. Jahrhundert. Bei der Satzung handelt es sich um eine Urkunde unschätzbaren Wertes für die kroatische Geschichte, mit dem die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse in der Republik Poljica detailliert geregelt waren.

Zudem handelt es sich bei der Satzung um ein Dokument, das anschaulich darstellt, wie fortgeschritten die alten Bewohner von Poljica waren, die in einer der wenigen und wahrhaft demokratisch eingerichteten Gesellschaft dieses Zeitalters lebten. Die Republik Poljica war ein derart gut eingerichtetes System, dass einige Wissenschaftler der Ansicht sind, dass den Schriftsteller Thomas Moore gerade der Besuch dieser Gegend für sein größtes Werk „Utopia“ inspirierte.

Die Republik Poljica endete im Jahr 1807 nach dem Einmarsch von Napoleons Truppen  auf diese Gebiete. Als dauerhafte Zeugen ihres siebenhundertjährigen Bestehens verblieben zahlreiche kleine Kirchen und Häuser (z. B. frühchristliche Kirche in Podgrađe (V. Jhd.), Kirche der Geburt der seligen Jungfrau Maria und Friedhof in Tugara (XVIII. Jhd.), 13. römische Villa Rustica (V. Jhd.)). Poljica Soparnik (Mangold-Kuchen) ist ein traditionelles Poljicer Gericht, das so köstlich ist, dass es neben der Poljicer Satzung auf die Liste des kroatischen immateriellen Kulturerbes gesetzt wurde.

Außer Soparnik und der Satzung gehören zu den bekanntesten Poljicer Tourismusattraktionen auch:

- die Kirche und das Museum aus dem 6. Jahrhundert – die frühchristliche Kirche zeugt heute von dem reichen Leben in Poljica seit der Antike, wogegen Sie im Museum Poljica eine wertvolle historische Sammlung finden können, mithilfe der Sie mehr über die Poljicer Kultur und das alltägliche Leben der alten Einwohner von Poljica erfahren können.

- Pavića Brücke – eine der ältesten Brücken über dem Fluss Cetina, wurde im Jahre 1900 erbaut. Trotz ihres Alters und der Granaten, die sie im Zweiten Weltkrieg beschädigt haben, wird die Steinbrücke noch heute genutzt. Im Jahr 2012 wurde die Brücke durch umfangreiche Arbeiten zusätzlich befestigt und restauriert, weshalb die Brücke auch mit dem Auto befahren werden kann.

- Gradac/Kirche des hl. Georg – wurde auf den 353 Meter hohen Berg Gradac erbaut, und ist eine der schönsten und meist besuchten Kirchen in ganz Poljica.

Legende über Mila Gojsalić   

Obwohl Poljica heute eine ausgeprägte Oase des Friedens ist, wurden auf diesem Gebiet in der Geschichte zahlreiche Kämpfe geführt. Eine der bekanntesten Schlachten der Poljicer erfolgte im Jahr 1530 als auf das Territorium der Republik Poljica vom Osten aus Osmanen unaufhaltbar vordrangen. Zahlreich überlegen standen die türkischen Eroberer kurz vor dem Sieg über die Poljicer. Der Legende nach ging im schicksalhaften Jahr die junge Poljicerin Mila Gojsalić in das Zelt des türkischen Eroberers Ahmed Pasha und opferte für die Freiheit ihrer Poljicer das wertvollste, was sie besaß – ihr Leben. Nachdem sie den Pasha verführt hatte, schlich sie in das Schießpulverlager der türkischen Armee und setzte es in Brand. Die Osmanen versuchten Mila zu fangen, aber wie jede wahre Heldin, konnte sie nicht zulassen, in die Hände des Feindes zu fallen. Mit der türkischen Armee im Rücken rannte sie mutig bis zum Felsabhang, von dem aus man einen grandiosen Blick auf die Mündung von Cetina hat und sprang in ihren Tod.

Durch die Tapferkeit von Mile Gojsalić angespornt, wagten die Poljicer einen Gegenangriff und vertrieben somit die Osmanen für immer aus ihrer Republik. Zum Gedenken an ihre Heldentat befindet sich unweit vom Dorf Gata ein Aussichtsturm mit der Skulptur dieser Heldin, die mit Recht Jeanne d’Arc von Poljica genannt wird. Die imposante Skulptur ist das Werk des weltweit bekannten kroatischen Künstlers Ivan Meštrović und befindet sich genau an jenem Ort, von dem Mila, der Legende nach, bei ihrer Flucht von den türkischen Angreifern in den Tod sprang.